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SPRAHEN IN DER EU

Sprache ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Identität und der direkteste Ausdruck jeder Kultur. Europäische Union hat 24 offizielle Sprachen. Bei der Gründung im Jahr 1958 waren die offiziellen Sprachen Französisch, Deutsch, Niederländisch und Italienisch. Schätzungsweise 4300 Übersetzer und 800 Dolmetscher sind regelmäßig in den EU-Institutionen beschäftigt.

Wir können alle auf EU-Dokumente in slowenischer Sprache zugreifen und an die Europäische Kommission schreiben. Dann erhalten wir die Antwort auf Slowenisch. Die meisten EU-Internetseiten sind auch mehrsprachig.

Die Arbeitssprachen der Institutionen sind nicht alle offizielle Sprachen, denn die Europäische Kommission hat drei Sprachen: Englisch (am häufigsten verwendete Sprache), Französisch und Deutsch. Der EU-Gerichtshof benutzt nur Französisch. Wenn die Expertengruppen ihren Standpunkt vertreten müssen, ist der Gebrauch von Englisch effektiver und für andere Länder zugänglicher.

In der EU sprechen rund 40 Millionen Menschen mehr als 60 Minderheitensprachen oder autonome Regionalsprachen (zum Beispiel Katalonisch, Baskisch…). Gehörlose, schwerhörige Leute, ihre Freunde und Familien in der EU verwenden ebenfalls 31 verschiedene Gebärdensprachen. Nach dem Austritt des Vereinigten Königreiches bleibt Englisch die offizielle Sprache Irlands und Maltas. 18 % der EU-Bürger sprechen Deutsch als Muttersprache.

Nika Škrlj, 3. letnik gimnazije


VORTEILE UND NACHTEILE DER EU-MITGLIEDSCHAFT

Seit 1957 setzt sich die Europäische Union für Frieden und Wohlstand zum Wohle ihrer Bürger ein.  Wir nehmen die Dinge oft als selbstverständlich hin und sind gar nicht bewusst, was wir alles Gutes aus der EU-Mitgliedschaft gewonnen haben aber auch welche Unzulänglichkeiten sich hinter den Kulissen verbergen.

Durch den Beitritt hat Slowenien unter den anderen Ländern der Welt größere Anerkennung gefunden. Wir haben einen gemeinsamen Markt, der uns erlaubt, in jedem        EU-Land zu leben und zu arbeiten.  Die Reise in die Länder ist mit nur wenigen Checkpoints und ohne Zoll möglich.  Auch die gemeinsame Währung, der Euro, erleichtert die Reisen.  Sehr hohe Lebensmittel- und Umweltqualitätsstandards (sauberes Wasser, besser zugänglicher öffentlicher Verkehr) sorgen für gesünderes Leben der Bevölkerung.  Durch den Umzug auf den europäischen Markt haben wir eine breitere Produktpalette für Verbraucher und mehr preiswerte Produkte.  Auch Frieden und Sicherheit sind gewährleistet, denn noch nie hat es eine so lange Zeit ohne Kriege und größere Konflikte in Mittel- und Westeuropa gegeben. Es gibt starke Betonung der europäischen Grundrechte zum Schutz aller Minderheiten und gefährdeten Gruppen.  Die EU ist der Gleichbehandlung aller Menschen verpflichtet, unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Sprachgruppe, Kultur, Beruf, Behinderung oder sexueller Orientierung.

 Auf der anderen Seite haben wir mit den freien Grenzübertritten eine riesige Sicherheitslücke geschaffen, Menschen können mit falschen Ausweispapieren über die Grenze, mehrere Flüchtlinge kommen in die europäischen Länder und die Terroranschläge haben zugenommen.  Trotz der Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch die EU, müssen wir regelmäßig Geld in den europäischen Haushalt einzahlen.  Mit der Industrialisierung und der größeren Auswahl auf dem Markt sind viele Bauern arbeitslos geworden.  Als das EU-Mitglied müssen wir auch Gesetze befolgen, die uns nicht immer gefallen (z.B. Steuern).  Oftmals bekommen die Länder trotz ihrer unabhängigen nationalen Autorität nicht die Zustimmung der EU, um verschiedene Ideen umzusetzen.  In der EU bleibt fast die Hälfte der EU-Mittel für Slowenien ungenutzt, während in Slowenien keine Investitionen getätigt werden. Junge Menschen wissen nur selten, dass es Finanzprogramme gibt, die ihnen ermöglichen, ein Praktikum oder ein Vorstellungsgespräch im Ausland zu absolvieren, wodurch ihnen alle Reise- und Umzugskosten und Kosten für den ersten Monat des Lebens in einem neuen Land erstattet werden.

Nika Milavec, 3. letnik gimnazije


GESCHICHTE DER EUROPÄISCHEN UNION

Die Europäische Union, in der wir heute leben, begann unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die 1950 gegründet wurde. Die Gründungsländer waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. 1957 wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, auch “Gemeinsamer Markt” genannt, gegründet. Die wirtschaftlich erfolgreichen 1960er Jahre brachten die Länder noch näher zusammen, und sie erhoben keine Zölle mehr auf ihren Handel miteinander.
Die erste Erweiterung fand am 1. Januar 1973 statt, als Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich der EU beitraten. 1974 und 1975 endeten die letzten zwei Diktaturen, in Spanien und Portugal. In der zweiten Hälfte von 1970. Jahren begann die EU, viel in die Entwicklung der regionalen Infrastruktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu investieren. Erstmals traten auch Umweltvorschriften in Erscheinung. Die EU war die Erste, die das Prinzip einführte der Verschmutzung gebühr zu bezahlen.
Griechenland trat der EU 1981 bei, Spanien und Portugal folgten fünf Jahre später. Im Jahr 1986 unterzeichneten die Mitgliedstaaten die Einheitliche Europäische Akte, um den Binnenmarkt zu schaffen. 1989 verursachte der Fall der Berliner Mauer die großen politischen Veränderungen. Ost- und Westdeutschland vereinigten sich in 1990.
Neunzigjahre waren in allen Bereichen des Lebens wichtig. Die Umweltschutzsorge und die Zusammenarbeit beiden in Verteidigungsfragen wurden verstärkt. Das Schengener Abkommen wurde eingeführt, das den EU-Bürgern erlaubt, ohne Pass zwischen den Ländern zu reisen. Die EU gewann auch Drei neue Mitglieder: Österreich, Finnland und Schweden.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde der Euro für viele Europäer die neue Währung. 2004 – 10 neue Mitglieder, darunter Slowenien, traten der EU bei. 2007, nach Bulgarien und Rumänien. 2009 wurden der Vertrag von Lissabon wird untergezeichnet, wodurch die EU moderneren Institutionen und wirkungsreichern Arbeitsmethoden erhielt.
Die EU-Mitgliedsstaaten wurden von der globalen Wirtschaftskrise zu Beginn des zweiten Jahrzehntes hart getroffen, aber sie standen gemeinsam durch und schufen eine Bankenunion, um die Banken sicherer und zuverlässiger zu machen. Im Jahr 2013 trat Kroatien der EU bei, wodurch sich die Gesamtzahl der Mitglieder auf 28 erhöhte.

Timon Bubnič, 3. letnik gimnazije